28.07.2010 UN erklärt Anspruch auf reines Wasser zum Menschenrecht
Sauberes Wasser ist jetzt ein Menschenrecht. Die Vereinten Nationen haben den Anspruch auf reines Wasser in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen.
BMU Pressedienst Nr. 115/10 -- Internationales - Wasser
Röttgen: Menschenrecht auf Wasser ist ein wichtiges Signal -- Bundesumweltminister begrüßt Entscheidung der UN-Generalversammlung
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat gestern (28. Juli 2010) mit großer Mehrheit das Recht auf sicheres Trinkwasser und auf sanitäre Versorgung zu einem universellen Menschenrecht erklärt. Deutschland hat sich seit Jahren für eine solche Entscheidung eingesetzt und die von Bolivien und 33 weiteren Staaten eingebrachte Resolution unterstützt. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen begrüßte den Beschluss.
"Diese Entscheidung der UN-Generalversammlung ist ein wichtiges politisches Signal zur Halbzeit der UN-Wasserdekade. Sie unterstreicht die Verpflichtung der Staatengemeinschaft, aber auch jeder einzelnen Regierung, die Umsetzung der gesetzten Ziele bei der Verbesserung der Trinkwasserversorgung und vor allem bei der Sanitärversorgung der Bevölkerung weiter mit Nachdruck voranzutreiben. Wasser und seine nachhaltige Bewirtschaftung sind Grund-voraussetzungen für wirtschaftliche und soziale Entwicklung und die Nahrungsmittelversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung. Der Schutz dieser lebenswichtigen Ressource vor Übernutzung und Verunreinigung ist daher auch ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft. Deshalb sind und bleiben Wasser- und Gewässermanagement wichtige Themen unserer internationalen Zusammenarbeit", sagte Röttgen heute in Bonn.
12.07.2009 Internationaler Aufruf zur Unterstützung des Filmprojekts
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Brief an die Geschäftsleitung des Zweckverbandes der Bodensee-Wasservorgung vom 05. Mai 2009
Cross-Border-Leasing ist Geschichte
Pressemitteilung vom 09.04.2009
Sehr geehrte Herren Stäbler und Dr. Mehlhorn,
Ihre Pressemitteilung über die Auflösung der Cross-Border-Leasing-Verträge erstaunt. Es wird dort vermerkt, dass der Verlust für die Bodensee-Wasserversorgung nun doch kleiner ausgefallen ist als erwartet. Dass dieser Verlust aber aufgrund von unseriösen, unmoralischen Geschäften von den Geschäftsführern und den Verbandsmitgliedern verursacht wurde, davon steht nichts in Ihrem Text. Wir bezweifeln, dass die mitgeteilte Summe tatsächlich die entstandenen Kosten deckt.
Dann dies noch positiv als Gewinn für den deutschen Fiskus darzustellen grenzt an Frechheit. Jetzt liest es sich so, als dass die Verantwortlichen der Bodensee-Wasserversorgung noch einen „Gewinn“ für den Bürger erwirtschaftet haben. Der erhöhte Wasserpreis von 1,33 € pro Person und Jahr verblasst hinter den zuvor erwähnten möglichen Kosten.
Kein Wort der Entschuldigung, kein Bedauern, dass solche Geschäfte auf Kosten des Bürgers gemacht wurden. Wir Bürger haben uns nach dem Bekanntwerden der Vertragsabschlüsse zur Wehr gesetzt und die sofortige Auflösung der Verträge gefordert. Mit umfangreichen und aufwändigen Aktionen haben wir von der Initiative Wasserkarawane hier am Bodensee Aufklärungsarbeit geleistet. Wir haben Zeit und Geld investiert, für unsere Forderungen, dass Wasser als lebenswichtigstes Gut in die Hand der Bürger gehört und kein Spekulationsobjekt sein kann und darf!
Die Mitglieder des Zweckverbandes der Bodensee-Wasserversorgung sind zum größten Teil von uns Bürgern gewählt. Wir haben ihnen unser Vertrauen ausgesprochen. Dies wurde u. a. mit diesen undurchsichtigen Geschäften missbraucht. Und zu allem Übel müssen wir die Zeche auch noch bezahlen.Es würde einer ethisch moralischen Geschäftsführung anstehen, sich für die Schäden zu entschuldigen. Es ist ja noch einmal gut gegangen. Der Ausflug in die Welt der Global Player hätte auch wesentlich schlimmer enden können.
Wir erwarten von verantwortungsvollen Geschäftsführern und Verbandsmitgliedern, dass sie sich für unser Wohl einsetzen und nicht mit dem unersetzlichen und lebenswichtigen Gut WASSER spielen.
Wir stellen Ihnen hier unsere noch offenen Fragen:
Wieso entstehen Kosten in Millionenhöhe, wenn Cross-Border-Leasing von den Behörden in den USA verboten und die Auflösung der Verträge zum 31.12.2008 gefordert wurde (Ohio-Urteil)?
Weshalb und warum bleibt ein innerdeutsches Darlehen zwischen der Landesbank Baden-Württemberg und der Bayerischen Landesbank bestehen? Welche Auswirkungen hat das? Über welche Summe lautet dieses Darlehen? Wir bitten um Vorlage einer beglaubigten Kopie dieses Darlehenvertrages.
Inwieweit garantieren uns die Verantwortlichen, dass in Zukunft auf spekulative Geschäfte mit Wasser verzichtet wird?
Wir erwarten Ihre Antwort bis zum 05. Juni 2009.
Artikel vom 19.02.09 in den STN gemeldet.
Autoeren: ANNETTE MOHL UND KONSTANTIN SCHWARZ
Wasserversorger steigen aus US-Leasing aus.
OB Schuster lehnt politische Verantwortung ab
Landes- und Bodenseewasserversorgung steigen vorzeitig aus ihrem Cross-Border-Leasing aus. Sie hatten Anlagen an einen US-Investor vermietet und zurückgemietet. Der Ausstieg kommt genauso teuer wie die andernfalls nötige Restrukturierung der Verträge. Daher steigt der Wasserpreis.
Das Angebot aus den USA, die Verträge aufzulösen, erreichte die Geschäftsführer der Verbände am Dienstag um 20.09 Uhr überraschend. Der Investor, die Wachovia-Bank, hatte zuvor gemauert. Die Wachovia war selbst erst vor Wochen im Zuge der US-Finanzkrise übernommen worden.
Um die Verträge aufzulösen, muss die Landeswasserversorgung (LW) 94 Millionen, die Bodenseewasserversorgung (BWV) 112 Millionen Euro zahlen. Der Großteil dieser Summen ist in Wertpapieren in den USA gebunden, der fehlende Rest muss zugeschossen werden. Der Ausstieg hat für den Verbandsvorsitzenden, den Stuttgarter OB Wolfgang Schuster (CDU), und die Mehrheit der Verbandsmitglieder oberste Priorität. „Das will doch keine Sau, dass dieses Damoklesschwert noch 20 Jahre über uns schwebt", sagte Schusters Stellvertreter, der Esslinger OB Jürgen Zieger (SPD). Die Verträge wären erst in 20 Jahren kündbar. Turbulenzen auf den Finanzmärkten hätten die Versorger zu einem kostenträchtigen Wechsel des US-Leasingpartners (AIG) und zum Wechsel von Wertpapieren auf US-Staatsanleihen gezwungen. Die Versammlungen stimmten fast geschlossen für den Ausstieg. Bis Freitag müssen die Versorger sich gegenüber Wachovia erklären.
Verworfen wurde der Vorschlag des Tübinger OB Boris Palmer (Grüne), die Verträge nicht mehr zu bedienen: Das Risiko, für 170 bis 200 Millionen US-Dollar wegen Vertragsbruchs geradestehen zu müssen, bewertete Schuster als zu hoch. Palmer war dagegen nicht bereit, „einen Freibrief zu unbekannten Kosten" zu erteilen. „Diese Entscheidung überlasse ich Ihnen nicht mehr in gutem Vertrauen", kritisierte er Schuster.
Auch bei einem Ausstieg müssen die Versorger, die bereits im November 50 Millionen Euro für die Umschichtung genehmigten, nachlegen. Die LW braucht nochmals rund elf, die BWV rund 13 Millionen Euro. Damit rutscht das Leasing mit zwölf Millionen Euro ins Minus.
Die Zweckverbände erhöhen wegen des Verlusts ihre Preise. Die LW schlägt um 2,34 Cent pro Kubikmeter, die BWV um 2,9 Cent auf. Es sei „sicher unrealistisch" zu glauben, dass die Endversorger den Aufschlag auffangen könnten, sagte Jürgen Zieger.
OB Schuster schlug im Esslinger Neckar-Forum zeitweise eine frostige Stimmung aus dem Plenum entgegen. Eine ganze Reihe von Bürgermeistern kritisierte die mangelnde Information der Verbände an ihre Mitgliedskommunen. Viele Bürgermeister standen deshalb ohne Mandat ihrer Gemeinderäte da, einige konnten nicht mitstimmen.
„Auf ein solches Risiko ist die Verbandsversammlung nicht hingewiesen worden", stellte Bernhard Richter, Bürgermeister von Reichenbach (Kreis Esslingen), fest. „Bei uns herrscht erhebliches Unbehagen, wir tappen im Dunkeln", bestätigte Angelika Matt-Heidecker (SPD), OB in Kirchheim /Teck.
Schorndorfs OB Matthias Klopfer (SPD) kritisierte Schuster direkt: „Ich hätte erwartet, dass Sie sich heute entschuldigen."
Schuster, der von den Verbandsmitgliedern im November 2008 für vier Jahre als Vorsitzender gewählt wurde, wich der Frage aus, ob er politisch die Verantwortung für das Minus-Geschäft übernehme. Das Cross-Border-Leasing sei „gemeinsam diskutiert, abgewogen und entschieden" worden, und zwar nicht, „ um uns persönliche Vorteile zu verschaffen". Es habe stattdessen „viel Arbeit, viel Ärger und viel Verlust" eingebracht. Jürgen Zieger sage dazu: „Politische Verantwortung für das Einfädeln dieses Geschäfts trage ich nicht." Er sei als Sprecher von Mitgliedern zuständig, „eine Lösung zu finden, wie man damit umgeht". Er habe aber auch kein Problem damit zu sagen: „Es tut mir leid." Der Lerneffekt werde „äußerst nachhaltig", sein.
Stuttgarter Zeitung 13.02.2009
Wasserversorger verschulden sich neu
70 Millionen Euro für Absicherung der Cross-Border-Leasing-Verträge - Wasserpreise steigen
Artikel zum Download
Stuttgarter Zeitung vom 25.11.2008
CBL-Geschäfte der Wasserversorger
Die Wasserpreise steigen infolge missglückter Geschäfte.
Sindelfingen - Die riskanten Cross-Border-Leasing-Geschäfte kommen für die Bodensee- und die Landeswasserversorgung mit mehr als 50 Millionen Euro noch teurer als befürchtet. Für Millionen Baden-Württemberger steigt der Preis für Trinkwasser.
Artikel zum Download Stuttgarter Zeitung
08.11.2008
SÜDKURIER
Horror im Mantel der Komödie
Artikel zum Download "Horror im Mantel der Komödie"
Das Blaue Wunder - Berliner Compagnie
Artikel zum Download
17.10.2008
Stuttgarter Zeitung
Wasserverbände prüfen den Ausstieg aus US-Leasing
Artikel zum Download
26.09.2008
Überlinger Wasserwerk Brünnensbach
Lesung mit Ossi Burger
"Fremde Wasser" von Wolfgang Schorlau
Pressetext zum Download
15.03.2007
"Das Wasser-Syndikat" von Jens Loewe
Buchneuerscheinung
22.11.2006 - Hamburger Abendblatt
Ex-Chef der Hamburger Wasserwerke kritisiert geplante Fusion
"Wasserwirtschaft braucht eigene Lobby"
Alterspräsident gegen Ausverkauf an Energiekonzerne. Versorgung dürfe
nicht der Gewinnmaximierung ausgesetzt werden.
Hanno Hames schlägt Alarm. Der ehemalige langjährige Chef der Hamburger Wasserwerke (HWW) und heutige Alterspräsident der größten Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfachs (DVGW) sieht die Eigenständigkeit der deutschen Wasserwirtschaft in Gefahr. Er fürchtet, dass die großen Strom- und Gaserzeuger zunehmend Einfluss auf die Wasserversorgung nehmen könnten.
Artikel zum Download Abendblatt.pdf
11.10.2006
"Auslaufmodell Staat"
Dr. Erhard Eppler zu Gast bei der Wasserkarawane
Pressetext zum Download Auslaufmodell Staat.pdf
16.10.2006 - ZDF heute - mit Material von REUTERS
RWE verkauft Thames Water für zwölf Milliarden EURO
Australisches Konsortium übernimmt britischen Wasserversorger. Londons Bürger bekommen von der anderen Hemnisphäre der Erde ihr tägliches Wasser zugewiesen. VerRückte Zuständigkeiten!
Gleichzeitig wütet in Australien ein riesiges Buschfeuer bei ungeheuerer
Trockenheit, es fehlt Wasser nicht nur zum Löschen der Brände.
Mehr Infos RWE.pdf
08.08.2006 - Südkurier
Schutz fürs BLAUE Gold
Radolfzell (fw) "Bewegung fürs Wasser" -
diesen Spruch haben sich sieben Frauen aus Überlingen zu Herzen genommen: Mit
ihrer Initiative "Wasserkarawane" möchten sie die Menschen am See
wachrütteln und dafür sorgen, dass in Zukunft sparsamer und vor allem
verantwortungsbewusster mit dem "blauen Gold" umgegangen wird. Das
Ziel der Frauen ist, mehr Bewusstsein für "unser Lebensmittel Nummer
Eins" schaffen und gleichzeitig über Geschäfte mit dem Wasser informieren. Ausführlicher
Text
Suedkurier.pdf
01.08.2006
Pressebericht über die Aktion 2006
Ausführlicher
Text Wasserkarawane 2006.pdf
29.07.2006 - Frankfurter Rundschau
Die Sonne schlürft am Bodensee
Text
als Download
Frankfurter Rundschau.pdf
25.07.2006 - Spiegel
RWE-Tochter lässt gigantische Mengen Wasser versickern
Wassersituation
in London
Spiegel 25.07.06.pdf
01.06.2006 - Uwe Hoering
Der Markt als Wassermanager
Aufbau eines neuen Wasserregimes durch die
Weltbank
Aus PERIPHERIE Nr. 101/102:
"Eigentum: Aneignen - Enteignen - Nutzen", 26. Jg. 2006,
Verlag
Westfälisches Dampfboot, Münster, S. 21-42
Textals Download
Wassermarkt.pdf
22.03.2006 - taz - Frank Kürschner Pelkmann
Alle 20 Jahre verdoppelt sich der Wasserverbrauch. Der Wasserverbrrauch wächst
schneller als die Weltbevölkerung. Aber auf unserem Planeten vergrößern
sich die Wasserverräte nicht. Wir haben immer gleich viel Wasser. Aber
auch die Qualität des Wassers nimmt ab. Wir verseuchen, vergeuden und vergiften
unser Wasser.
Pressetext als Download
Wasserverbrauch.pdf
Weltwassertag 2006 - 22. März
Wasserkarawane auf den Fähren
Meersburg - Konstanz aktiv
Flyertext als Download
weltwassertag.pdf
Aktuelles zum Weltwassertag aus Hamburg
Pressetext als Download
Pressetext.pdf
US-Bürger wollen von RWE ihre Wasserversorgung
zurück haben!
RWE will seine Wassersparte in den
USA (American Water Works) nach nur dreijähriger Betätigung mit höchstmöglichem
Profit verkaufen.
Die Bürger der betroffenen
Bundesstaaten in den USA hingegen kämpfen um die Rekommunalisierung ihrer
Wasserversorgung, weil die Erfahrungen mit dem Deutschen Multi-Utility-Konzern
alles andere als befriedigend waren.
Ausführliche Infos als Download
RWE US.pdf
Weltwasserforum 16. - 22. März 2006 in Mexico
Infos dazu von Brot
für die Welt unter www.menschen-recht-wasser.de
taz vom 14.2.2006, S. 9, 171 Z. (TAZ-Bericht), WERNER RÜGEMER
Städte fürchten US-Investoren -Viele Städte verkauften ihre Infrastruktur an amerikanische Geldgeber - und müssen jetzt bei jeder Baumaßnahme Angst vor deren Schadenersatzforderungen haben.
KÖLN taz 26 Städte haben es einst gewagt: Mit neumodischen "Cross Border Leasing"-Verträgen wollten sie ihre Kassen aufbessern. Doch inzwischen werden die Risiken dieser Finanzierungsmethode immer unüberschaubarer. Nun hoffen 25 Städte auf Selbsthilfe; eilig haben sie eine Notgemeinschaft "CBL-Netzwerk des Deutschen Städtetages" gegründet. Dabei schien Cross Border Leasing so faszinierend simpel: Von 1994 bis 2004 haben die Städte etwa 150 Leasingverträge abgeschlossen und für 100 Jahre ihre Kanalisationen, Messehallen, Wasserwerke, U-Bahnen oder Schienennetze an US-Investoren verkauft - seither mieten sie die Einrichtungen zurück.
Die amerikanischen Investoren griffen gern zu, konnten sie doch diese Transaktionen als Auslandsinvestition deklarieren und damit die Steuern auf ihre sonstigen Gewinne reduzieren. Doch im November 2004 stoppte der US-Kongress diese missbräuchliche Steuergestaltung. Seither klopfen die US-Steuerbehörden alle Verträge darauf ab, ob es sich um Scheingeschäfte handelt. Die Investoren haben pro Vertrag zwischen 150 Millionen und 1,5 Milliarden US-Dollar langfristig gebunden. Nun wollen sie aussteigen, möglichst zu Lasten der Städte. Bei zahllosen Verwaltungsakten müssen diese nun aufpassen, dass sie den Investoren keinen Grund für Kündigung und Schadenersatzansprüche liefern.
Ohne Rechtsbeistand ist dies kaum noch zu leisten. Für "fachanwaltlichen Rat" hat Recklinghausen 2005 "überplanmäßige Ausgaben" von 6.286 Euro ausgewiesen. Recklinghausen hat 2003 seine Kanalisation an einen US-Investor verkauft und mietet sie seitdem zurück. Nun heißt es aufpassen, um dem Investor keinen Vorwand zu liefern: So musste sich Recklinghausen etwa beraten lassen, als die Stadt das Grundstück eines Tierheims an den bisherigen Pächter verkaufen wollte. Problematisch wurde es auch, als sie für die Farbenfabrik Scholz eine kurze Werkstraße anlegen wollte. Wann immer ein Grundstück betroffen ist, unter dem die Kanalisation verläuft, muss der Investor jede kleine Veränderung genehmigen. Recklinghausen ist der CBL-Notgemeinschaft im Städtetag beigetreten und hat im Haushalt 2006 dafür eine Art Mitgliedsbeitrag von 15.000 Euro eingeplant.
Davon dürfte auch die Düsseldorfer Beratungsfirma "DueFinance" profitieren. Einst hat sie Städte beim Cross Border Leasing beraten; jetzt bietet sie - wieder gegen Honorar - eine "Risiko-Inventur" an. Dazu gehören auch Tipps, "wie mit Bürger- und Presseanfragen umzugehen ist".
Auch die Berliner Verkehrsbetriebe betreiben inzwischen Risikomanagement: Sie haben zahlreiche U-Bahnen verkauft und unterhalten seit 2004 "laufend engen Kontakt mit führenden deutschen und US-amerikanischen Anwaltskanzleien, den beteiligten Vertragsparteien sowie namhaften Arrangeuren". Die Geschäftsführer der Leipziger Verkehrsbetriebe und der Leipziger Kommunalen Wasserwerke sind schon mehrmals nach New York und Chicago geflogen, um mit den sieben verschiedenen Investoren über die Beendigung der Verträge zu verhandeln - bisher erfolglos.
Die Investoren wissen natürlich, dass deutsche Städte hoch verschuldet und unsichere Zahler sind. Die CBL-Verträge regeln dieses Risiko: Wenn die Städte ihre Leasingraten für das Rückmieten der Straßenbahnen und Wasserwerke nicht mehr aufbringen können, müssen die jeweiligen Bundesländer einspringen. Deshalb muss auch die Zahlungsfähigkeit der Bundesländer ständig überwacht werden. Das tun die Rating-Agenturen wie Standard & Poor's. Sinkt die Bonitätseinstufung (Rating) der Bundesländer, müssen die Städte zusätzliche Sicherheiten beibringen. So sank beispielsweise das Rating für Nordrhein-Westfalen Ende 2004 wegen weiterer Schulden; damals musste die Stadt Köln dem Investor John Hancock das Recht einräumen, die verleasten Messehallen notfalls selbst zu betreiben. Das steht jetzt im Kölner Grundbuch.
In Stuttgart teilte die Verwaltung den überraschten Ratsmitgliedern mit, dass die seit langem geplante neue Neckarbrücke nicht gebaut werden kann. Da sie teilweise über das Grundstück der verkauften und zurückgemieteten Kläranlage Stuttgart-Mühlhausen verlaufen würde, wäre das "ein dauerhafter Eingriff in den Vermögenswert". Das Risiko von Schadenersatzansprüchen des Investors in Millionenhöhe könne nur vermieden werden, wenn "wir darauf verzichten, die Trasse über das Grundstück des Hauptklärwerks zu führen". Eine Ersatzlösung wird vermutlich zum Verlustgeschäft.
Werner Zurnieden, "Projektleiter Sonderfinanzierungen" bei den Dortmunder Stadtwerken, sieht die Probleme beim Cross Border Leasing. Aber er und seine Kollegen haben das nächste Abenteuer fest im Blick: Die Erfahrungen aus Cross Border Leasing "lassen sich wiederverwenden" - für Public Private Partnership.
14. Januar 2006 - Südkurier
WASSER unter Hammer - Filmmatinee in
der Cinegreth in Überlingen
Eine Dokumentation über die Privatisierung
von Wasser zeigt die Initiative Wasserkarawane am Samstag, 21. Januar. Der Film
von Leslie Franke und Hermann Lorenz zeigt vor dem Hintergrund englischer Privatisierungserfahrungen
den Gang des "Big Deal" in verschiedenen deutschen Städten. Im
Film zeigt sich überall das gleiche Bild: Die Versilberung des lebensnotwendigen
Nass führt zu Erhöhung der Gebühren, zu Arbeitsplatzabbau, Vernachlässigung
von notwendigen Investitionen und bedrohlich sinkender Wasserqualität.
Wasser dient bei den Managern privatisierter Trinkwasserversorgungen offenbar
nur zum Geldverdienen und der Steigerung der Rendite und Effektivität.
In Deutschland ist Wasser nach den Berichten der Initiative bisher noch fast überall ein öffentliches, kommunal verwaltetes Gut. Doch seit deutsche Gemeinde in Schulden versinken und die EU auf Liberalisierung dränge, schreite die Privatisierung der Quelle allen Lebens auch hierzulande voran. In vielen deutschen Städten stehe ein scheinbar profitabler Verkauf der meist sehr gut gewarteten Wasserwerke zur Debatte. Akteure der großen Wasser-Geschäfte seien meist internationale Unternehmen. In einer Welt, in der alles privatisiert wird, müssen nach Meinung der Initiative die Bürger klare und eindeutige Grenzen um jene Bereiche ziehen, die lebenswichtig oder für die Wahrung der sozialen und wirtschaftlichen Gerechtigkeit notwendig sind. Die Initiative ist der Meinung: "Wasser gehört in die Hand der Bürgerschaft". Wer das Wasser besitzt, habe die Macht über das wichtigste Lebensmittel. Ohne Wasser seien Menschen erpressbar - und bezahlen jeden Preis."
Die Vorstellung war ausverkauft!!!!
Gezeigt wurde der Film u. a. auch im Salemer Haus. Weitere Vorstellungen im Bodenseeraum folgen.
29. September 2005
FAZ
Der mit rund 213.000 Euro dotierte „Alternative
Nobelpreis” geht in diesem Jahr an Menschenrechts- und Umweltaktivisten in Kanada,
Malaysia und Botswana. Das gab die Right-Livelihood-Stiftung des Deutsch-Schweden
Jakob von Uexküll am Donnerstag in Stockholm bekannt.Die Verleihung findet
findet am 9. Dezember in Stockholm statt, einen Tag vor der Übergabe des
Friedensnobelpreises. Offiziell heißt der Preis Right Livelihood
Award. Zu den Preisträgern 2005 gehören die Kanadier Maude Barlow
(58) und Tony Clarke(60), die sich für ein Recht auf Wasser einsetzen
und eine Privatisierung der Wasserversorgung ablehnen. Mit ihrem Buch „Blaues
Gold” über weltweite Geschäfte mit Wasser wurden sie international
bekannt. Die beiden Globalisierungskritiker setzen sich seit Jahren für
gerechtere Welthandelsstrukturen ein, unter anderem bei Kampagnen zu den gescheiterten
Ministerkonferenzen der Welthandelsorganisation in Seattle 1999 und Cancún
2003.
05.09.2005
Abschließende Pressemitteilung über die Wasserkarawane
2005
Pressetext.pdf
8.08. - 03.09.2005
SCHWÄBISCHE ZEITUNG
berichtet über Friedrichshafen
- Wasserburg - Lindau
Zusammenfassung Artikel.pdf
04. September 2005
Das WASSSERfest in Bregenz bildete den Abschluss
der Karawane
um den BodenSEE.
Bericht über die Aktion 2005.pdf
18.06.2005 Südkurier
Wasser? Marsch! - Wasserkarawane macht sich
auf den Weg.
Artikel Südkurier.pdf
09.06.2005 - 20.00 Uhr
Salem College in Überlingen - Vortrag "Wasser,
jenseits von H2O mit
Minnie Hein, Biosynergetikerin und Wasserforscherin vom Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen an
der Universität Stuttgart
25.-29.05.2005
Kirchentag in Hannover
Die Städtinitiativen
von "Wasser in Bürgerhand" waren im Rahmen einer Gesamtpräsentatiton
von "Brot für die Welt" zum Thema WASSER in Halle 2 vertreten. Auch
die Wasserkarawane informierte über ihr Vorhaben.
30.04.2005
2. Internationale attac-Bodensee-Konferenz
Am 30. April 2005 wurde die internationale
Zusammenarbeit der globalisierungskritischen Bewegungen rund um den Bodensee
weitergeführt und in Lindau das
2. internationale-attac-bodensee-treffen organisiert. Diesmal stand das
Treffen unter dem Motto: "Wasser ist ein Menschenrecht und
keine Ware".
Als eines der Ergebnisse wird attac Bodensee eine Schlußveranstaltung
zur Bodensee-Wasserkarawane auf die Beine stellen. InitiatorInnen der
Wasserkarawane haben ihre konkreten Vorstellungen zum Programmablauf
vorgestellt.
Presseartikel "attac will "bisschen Sand im Getriebe
sein"
Pressebericht.pdf
22.03.2005
Weltwassertag
Der Weltwassertag 2005 stand unter dem Motto "Wasser für das Leben" und
sollte daran
erinnern, dass unsere Wasserversorgung und der Ausbau der Abwasserentsorgung
nicht als Selbstverständlichkeit anzusehen sind. Der Schutz unserer
Wasservorkommen und deren nachhaltige Nutzung - man soll nur soviel sauberes
Wasser verbrauchen wie die Natur uns wiedergibt - sollte am Weltwassertag ins
Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden. Die Wasserkarawane war
in der Überlinger Fußgängerzone mit einem Infostand präsent.
Weltwassertag.pdf
06.11.2004
Wasser ist keine Ware! Widerstand gegen die Privatisierung
der Wasserwirtschaft in Südafrika.
Eddie Cottle der ehem. Direktor des
ländlichen Entwicklungsnetzes berichtet über die Situation im seinem
Land.
Veranstaltung mit attac Konstanz
Free Water for All.pdf
23.09.2004
Podiumsdiskussion "Verkaufen wir unser Trinkwasser an die USA? - Das
Cross-Border-Leasing als Wohltat oder Wagnis?"
mit Ortwin Rau,
stellvertretender kaufmännischer Geschäftsführer der BWV, Jens Loewe vom
Wasserforum Stuttgart und der Waldorfschüler Achim Bähler; Gesprächsleitung Martin Hennings,
stellvertretender Redaktionsleiter der Schwäbischen Zeitung in Friedrichshafen.
Schwaebische Zeitung 23.09.2004.pdf
16.08.2004
Nach 50 Jahren droht die Privatisierung der Bodensee-Wasser-Versorgung
Pressemittlung
presse.pdf
08.02.2004
Open-Space-Conference Wasserkarawane - Dokumentation
Dokumentation Wasserkarawane.pdf